Reinigung und Desinfektion mit der Zwei-Eimer und Drei-Eimer Methode

Reinigung und Desinfektion mit der Zwei-Eimer und Drei-Eimer Methode

Ganz allgemein formuliert, handelt es sich beim Zwei-Eimer und Drei-Eimer Prinzip um eine Methode zur Reinigung und/oder Desinfizierung feuchtigkeitsfester Oberflächen.

Der Ansatz dahinter ist an sich altbekannt und beispielhaft leicht nachvollziehbar:

Verwendet man zur Oberflächenreinigung nur einen einzigen Eimer mit Reinigungsflüssigkeit, wird diese nach jedem Wischvorgang und dem danach neuerlichen Eintauchen sowie Auswringens des Tuches oder Wischbezugs kontinuierlich mit Schmutz verunreinigt.

Umgekehrt bedeutet das, dass bei weiterer Verwendung derselben Reinigungsflüssigkeit, der darin gelöste Schmutz – wenn auch in verdünnter und geringerer Menge –  mit jedem darauffolgenden Wischvorgang erneut ausgebracht wird.

Eine solche neuerliche Partikel- und Keimverschleppung, soll die Zwei-Eimer Methode verhindern.

Zwei-Eimer Methode in der Gebäudereinigung

Im Gegensatz zu Bereichen mit spezifischeren Hygienerichtlinien wie medizinisch genutzten Räumen oder lebensmittelverarbeitenden Arbeitsbereichen genügt es in Büro- oder öffentlichen Gebäuden beispielsweise, die Böden grundsätzlich von Staub, Schmutz sowie anderem organischen Material zu reinigen.

Zur Anwendung kommt dabei ein Zwei-Eimer Systemwagen mit einer jeweils oberhalb der Eimer befindlichen Wringe oder Presse.

Im ersten Eimer befindet sich eine Reinigungsflüssigkeit, in die der Wischbezug eingetaucht und danach mittels der dafür vorgesehenen Vorrichtung von Abtropfflüssigkeit befreit wird.

Nach dem Reinigungsvorgang wird das Reinigungsgerät wiederum in den zweiten Eimer getaucht, der mit Wasser befüllt ist und mit der darüber befindlichen Wringe ausgepresst.

Ziel ist es, die Vermischung von Reinigungsflüssigkeit und Spülwasser weitestgehend zu vermeiden, um eine Verschleppung des Schmutzes zu verhindern.

Zwei-Eimer Methode bei Räumen mit erhöhten Hygienerichtlinien

Da auch bei dem beschriebenen Reinigungsprozess – insbesondere bei fortschreitender Dauer und steigender Verschmutzung des Abwassers und des danach erneuten Eintauchens in die Reinigungsflüssigkeit - eine Verschleppung nicht im ausreichenden Maße ausgeschlossen werden kann, kommt in Räumen mit erhöhten Hygienerichtlinien eine intensivierte Variante zum Einsatz.

Das Prinzip ist dabei dasselbe. Der Unterschied liegt allerdings darin, dass sich im zweiten Eimer zu Beginn kein Spülwasser befindet.

Nach dem Eintauchen des Wischbezuges in den mit Reinigungsflüssigkeit gefüllten Eimer wird die überschüssige Flüssigkeit nunmehr jedes Mal über dem leeren Eimer ausgewrungen, bevor er erneut in den ersten Eimer getaucht wird.

Durch diese Maßnahme wird die Vermischung von Reinigungsflüssigkeit und Schmutz um einen weiteren effektiven Faktor verhindert.

Drei-Eimer-Methode zu Maximierung der Reinigungsergebnisse

Die Drei-Eimer-Methode ist eine Kombination der bisher beschriebenen Verfahren und repräsentiert eine weiter Ausbaustufe zur Minimierung etwaiger Partikel- oder Keimverschleppung. 

In diesem Fall befinden sich drei Eimer auf dem Systemwagen, wobei erster und dritter Eimer über eine separate Wringe oder Presse verfügen.

  • Im ersten Eimer befindet sich Reinigungsflüssigkeit.
  • Der zweiten Eimer ist mit Spülwasser befüllt.
  • Der dritte Eimer dient als Abwassereimer und ist zu Beginn leer.

Die weitere Verbesserung liegt auf der Hand:

  • Der Wischbezug wird mit Reinigungsflüssigkeit getränkt.
  • Danach wird die Reinigung durchgeführt.
  • In Folge wird der Wischbezug im zweiten Eimer gespült
  • und über dem Abwassereimer ausgewrungen.

Noch weniger Schmutz- und Keimverschleppung kannst Du letztlich nur mehr durch die Nutzung von Einwegwischbezügen erreichen.

Die Desinfektion mit der Zwei-Eimer und Drei-Eimer Methode

Die Desinfektion mit denselben Methoden unterscheidet sich lediglich durch den Einsatz von Desinfektionslösungen anstatt Reinigungsflüssigkeiten.

Beachte in diesem Fall ganz besonders, dass die angegebenen Dosierungen und Zeiträume genauestens eingehalten werden, die nötig sind, dass Desinfektionslösungen ihre gewünschte und vorgeschriebene Wirkung erzielen.

Gerade bei Konzentraten, die vor dem Einsatz noch gebrauchsfertig angemischt werden müssen, ist ausschlaggebend, dass nicht zu wenig, aber auch nicht zu viel des Wirkstoffes gelöst ist.

Außerdem solltest Du und Dein Personal beim Einsatz jeglicher Reinigungs- und Desinfektionsmittel immer die angezeigten Schutzmaßnahmen befolgen.

Fazit

Systemwägen sind unverzichtbare Helfer bei der gründlichen Reinigung und Desinfektion.

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