So nachhaltig sind Reinigungsmittel wirklich

So nachhaltig sind Reinigungsmittel wirklich

Du denkst darüber nach, von deinen bisherigen, konventionellen Reinigungsprodukten auf nachhaltige Reinigungs- und Desinfektionsmittel umzusteigen, hast aber noch Zweifel, inwiefern „nachhaltig“ auch tatsächlich nachhaltig ist?
Hier eine kurze Auflistung, worauf Du achten solltest.

Ohne Tenside kein Reinigungsmittel

Wie Du weißt, handelt es sich bei Tensiden um chemische Verbindungen, deren Eigenschaft es ist, wasserunlösliche Stoffe wie z.B. Fette in Wasser lösbar zu machen, indem sie zwei divergierende Stoffe „zusammenbringen“. Sie sind es somit auch, was ganz allgemein Reinigungsmittel zu dem machen, was sie sind.

Hinsichtlich der Frage der Nachhaltigkeit spielt diese chemische Wirkungsweise von Tensiden jedoch keine Rolle. Die zentralen Kriterien sind vielmehr, woraus die Tenside gewonnen werden.

Nachhaltigkeits-Kriterium 1: Die Art der Rohstoffe

Die Basis bei der Gewinnung von Tensiden – egal ob in Form des ursprünglich traditionellen Kaltverfahrens zur Verseifung, des Seifensiedens oder der industriellen Gewinnung - bilden Öle und Fette.
Hinsichtlich der Nachhaltigkeit von Reinigungs- und Desinfektionsmittel ist daher die Frage nach der Herkunft dieser für die Gewinnung von Tensiden nötigen Öle und Fette entscheidend.
Aus diesem Grund unterscheidet man zwischen:

  1. Tensiden, die ausschließlich aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden
  2. Tensiden, die ausschließlich aus petrochemischen Rohstoffen hergestellt werden
  3. Tensiden, die sowohl Bestandteile auf Basis nachwachsender als auch petrochemischer Rohstoffe enthalten.

Die erste entscheidende Frage lautet daher: Stammen die Tenside nachweislich aus nachwachsenden Rohstoffen?Denn mineralölbasierte Reinigungsprodukte sind in jeder Hinsicht zu vermeiden.

Nachhaltigkeits-Kriterium 2: Der Ursprung der Rohstoffe

Das weitere entscheidende Kriterium hinsichtlich der Nachhaltigkeit von Reinigungs- und Desinfektionsmittel bezieht sich somit folgerichtig auf den Ursprung dieser nachwachsenden Rohstoffe.

Die zweite entscheidende Frage lautet demnach: Unter welchen Umständen und Bedingungen wurden die nachwachsenden Rohstoffe hergestellt?
Dazu zählen zum Beispiel der Einsatz energieintensiv hergestellter Dünge- und Pflanzenschutzmittel oder die Abholzungen von Wäldern zum monokulturellen Anbau von Basisrohstoffen.

Die nachhaltig richtige Wahl

Wer also wie Du auf nachhaltige Reinigungsmittel umsteigen will, die auch tatsächlich nachhaltig sind, sollte sich unbedingt für Produkte entscheiden:

  • deren Rohstoffe aus rein pflanzlicher und nachhaltiger Bewirtschaftung stammen
  • die insbesondere auch CO2-neutral produziert wurden
  • zu 100% biologisch abbaubar sind
  • und am besten von einem heimischen Anbieter stammen, um die Emissionen durch unnötig lange Transporte möglichst gering zu halten.

Für die Nachhaltigkeit und ökologische Gesamtbilanz gilt immer „weniger ist mehr“.

Wie Du siehst, ist das Thema nachhaltiger Reinigungs- und Desinfektionsmittel vielschichtig und umfangreich an Aspekten und Facetten, die es zusätzlich zu berücksichtigen gilt.

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